Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Dem Thema auszuweichen ist heutzutage praktisch unmöglich. Egal, ob bei Gesprächen mit Kunden oder beim Blick auf das Smartphone – die KI rückt immer weiter in unseren Alltag vor. Diese bemerkenswerten Errungenschaften, die wir im beruflichen und privaten Alltag nutzen, sind aber nicht vom Himmel gefallen. Sie basieren auf den Ideen vieler genialer Denker und Tüftler. Doch ab wann setzten sich Wissenschaftler mit KI auseinander? Was sind die Anfänge der KI und wie gelang der Durchbruch?

Intelligenz: Ein Alleinstellungsmerkmal des Menschen?

Ist Intelligenz etwas Einzigartiges, das alleine uns Menschen auszeichnet? Diese Frage stellten sich unsere Vorfahren schon vor hunderten von Jahren. Damals gab es zahlreiche Legenden von künstlich geschaffenen Geschöpfen wie Homunculi, Golems und mechanischen Automaten. Diese fantastisch anmutenden Ideen ebneten also den Weg. Doch lange Zeit fehlten die materiellen und formalen Möglichkeiten, um eine KI realisieren zu können.

Damit ein solches Vorhaben auch gelingen konnte, wurde zum einen eine Sprache benötigt. Dadurch lassen sich kognitive Prozesse abbilden. Durch Anwendung bestimmter Regeln wird auch neues Wissen generiert. Zum anderen war allerdings ein Medium, ähnlich dem menschlichen Gehirn, nötig. Dort konnte ein solcher Formalismus ablaufen.

Anfänge der KI: Siegeszug der Rechenmaschinen

Schon kurz nachdem in den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts einfache Rechenmaschinen ihren Siegeszug antraten, entstanden erste konkrete Visionen einer universellen Rechenmaschine. 1936 gelang dem britischen Mathematiker Alan Turing ein Durchbruch mit seiner Turingmaschine. Bei dieser handelt es sich um ein vergleichsweise simples, abstraktes Modell eines Computers, das mächtig genug ist, alles zu berechnen, was berechenbar ist.

Turing, der als Vater der modernen Computer gilt, beschäftigt sich in den folgenden Jahren mit der Frage, auf welche Art und Weise man überprüfen kann, ob ein Computer das Denkvermögen eines Menschen erreicht hat. Seinen Turing Test beschreibt er 1950 in seinem berühmten Artikel „Computing machinery and intelligence“. Bei diesem Test führt ein menschlicher Fragesteller über Bildschirm und Tastatur eine Unterhaltung mit zwei ihm unbekannten Gesprächspartnern. Bei dem einen handelt es sich um einen Menschen, bei dem anderen um eine Maschine. Der Turing Test gilt dann als bestanden, wenn der Fragesteller nach einer intensiven Unterhaltung nicht genau sagen kann, wer von beiden die Maschine ist.

Nur ein Jahr nach Turings Abhandlung wird von dem amerikanischen Wissenschaftler Marvin Minsky der erste Neurocomputer gebaut. SNARC (Stochastic Neural Analog Reinforcement Computer) hatte nur 40 Synapsen. Mit diesen gelang es der Maschine, das Verhalten von Laborratten zu simulieren, und den schnellsten Weg aus einem Labyrinth zu finden.

Eine kurze Zeitreise zu den Anfängen der KI

 

Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

Als offizielle Geburtsstunde der Künstlichen Intelligenz gilt die Konferenz „Summer Research Project on Artificial Intelligence”, die im Jahr 1956 in Dartmouth stattgefunden hat. Unter den Teilnehmern waren einige Koryphäen wie LISP-Erfinder John McCarthy oder der IBM-Mitarbeiter Nathaniel Rochester. Die Überzeugung, dass Denken zukünftig nicht alleine dem Menschen vorbehalten sein würde, teilten alle Teilnehmer. Weniger Einigkeit herrschte bei der Frage, wie ein Denkvermögen außerhalb menschlicher Köpfe realisiert werden sollte. Als Folge der Konferenz begann sich die KI als eigenständiges akademisches Fachgebiet zu etablieren.

Wenige Jahre nach der Konferenz gelang es Frank Rosenblatt, den ersten lernfähigen Computer zu entwickeln. Sein Konzept Perzeptron setzte der Psychologe und Informatiker im Computer Mark I um. Die Maschine wurde basierend auf dem Prinzip von Versuch und Irrtum lernfähig. Einen weiteren wichtigen Grundstein für die rasante Entwicklung neuronaler Netzwerke legte man mit dieser Errungenschaft.

Bereits 1965 fiel Gordon Moore, einem Mitbegründer der Firma Intel, eine regelmäßige Verdoppelung der Komplexität integrierter Schaltkreise mit minimalen Komponentenkosten alle 12 bis 24 Monate auf. Diese Entwicklung hält bis heute an. Ein ähnliches exponentielles Wachstum ist inzwischen auch im Bereich der KI zu beobachten. Inzwischen sind Maschinen tatsächlich in der Lage, aus Erfahrungen lernen zu können! KI ist zu einer vielseitig einsetzbaren Technologie geworden, welche auch die Wirtschaft schätzt.

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